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Armenien: Ausnahmezustand ausgerufen, Auswärtiges Amt rät aktuell von touristischen Reisen ab – Studiosus - Stand: 3. März 2008
Bei politischen Unruhen in der armenischen Hauptstadt Jerewan sind seit Anfang März
mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Dutzende wurden dabei verletzt. Die
Regierung verhängte deshalb jetzt den Ausnahmezustand, der vorerst bis zum 21.
März gelten soll. Der Einsatz der Armee wurde angeordnet.
Ausgeloest wurden die jüngsten Proteste durch die Präsidentschaftswahlen vom 19.
Februar, die Ministerpräsident Sersch Sarkisjan laut amtlichem Endergebnis klar
für sich entscheiden konnte. Anhänger des früheren Präsidenten und jetzigen
Oppositionspolitikers Ter-Petrossjan werfen der Regierung jedoch Wahlbetrug vor.
Bereits seit dem 20. Februar demonstrierten täglich Tausende von Anhängern der
Opposition. Am 1. März ist Lage rund um eine Großdemonstration eskaliert.
Das Auswärtige Amt hat am 3. März seinen Sicherheitshinweis zu Armenien
aktualisiert und rät nun von allen nicht notwendigen - somit auch touristischen -
Reisen nach Armenien ab. Woertlich schreibt das Amt:
„Das Auswärtige Amt rät derzeit von nicht notwendigen Reisen nach Armenien ab. Im
Zusammenhang mit der teilweise gewaltsamen Aufloesung einer Großdemonstration am 1.
März, während derer auch Tote zu beklagen waren, wurde der Ausnahmezustand
ausgerufen, zunächst befristet bis zum 21. März 2008. Während dieser Zeit sind
die Versammlungsfreiheit, politische Aktivitäten und die Pressefreiheit
eingeschränkt; die Sicherheitskräfte haben erweiterte Möglichkeiten,
Personenkontrollen und Verhaftungen durchzuführen.
Die Lage bleibt unübersichtlich. Erneute Eskalation und gewaltsames Vorgehen der
Sicherheitskräfte können nach derzeitigem Stand nicht ausgeschlossen werden. Es
wird empfohlen, die weitere Lageentwicklung über die (örtlichen) Medien zu
verfolgen.“
Derzeit reisen keine Gäste von uns in Armenien. Die nächsten Abreisen sind jedoch
bereits ab Mitte März vorgesehen, danach erst wieder ab dem 25. April.
Vor dem Hintergrund des jetzt im Lande und insbesondere in der Hauptstadt Jerewan
herrschenden Ausnahmezustands und des Abratens des Auswärtigen Amtes sehen wir uns
gezwungen, in einem ersten Schritt alle Armenien-Reisen bis zum 21. März abzusagen.
Über die Durchführbarkeit der weiteren ab Ende April vorgesehenen Armenien-Reisen
entscheiden wir zeitnah, spätestens jedoch vier Wochen vor Abreise. Alle unsere
Armenien-Kunden werden wir umgehend über die aktuelle innenpolitische Lage und
über die von uns getroffenen Maßnahmen informieren.
Wir beobachten die weitere Entwicklung in Armenien sehr aufmerksam und werden Sie
bei Bedarf umgehend informieren. Aufgrund ähnlicher Vorkommnisse nach den
Präsidentschaftswahlen im Jahr 2003 gehen wir jedoch von einer baldigen
Normalisierung aus.
Bis zu einer Normalisierung der Situation haben ab sofort alle Armenien-Gäste ein
Recht auf kostenlose Umbuchung ihrer Reise bis vier Wochen vor Reisebeginn.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Studiosus-Sicherheitsmanagement
Studiosus Reisen München GmbH
Riesstr. 25, 80992 München
HR München B 40171
Geschäftsführer: Peter-Mario Kubsch
Anm: Die Nachricht bezieht sich nur auf Angebote von unserem Partner Studiosus

