News
Demokratische Republik Kongo: Situation eskaliert weiter
In der Provinzhauptstadt Goma in Ostkongo gilt rette sich wer kann. Die Rebellen sind dabei einen Zweifrontenkrieg gegen die Stadt zu führen. Die meistenhilfskräfte haben die Stadt bereits verlassen und sind hauptsächlich nach Ruanda geflohen. Die Situation muss anscheinend in wenigen minuten eskaliert sein. Ursachen dafür sind weniger bekannt.
Angeführt wird die Rebellion von einem Tutsi-General, der radikale Hutu-Truppen jagt, die einst sein Volk im benachbarten Ruanda fast ausgelöscht haben. Während die beiden Völker in Ruanda mittlerweile wieder relativ in Frieden miteinander leben, gibt es in Burundi und der Demokratischen Republik Kongo immer wieder Gefechte. Auch uganda war schon des öfteren hier miteinbezogen. Bei den Gefechten starben seit 1998 über 4 Mio. Menschen.
Wer nun jedoch glaubt, dass der Rebellenführer Nkunda lediglich sein Tutsi-Volk verteidigen will, der liegt völlig falsch. Nkunda ist mittlerweile für viele Massaker verantwortlich und seine Truppen rauben regelmäßig Flüchtlinge aus. Zudem geht es hier nicht nur um einen Stammeskonflik, sondern vielmehr noch um die Kontrolle der großen Rohstoffmengen die in diesem Gebiet lagern. Dazu gehören Gold, Uran und Zinn.
Auch kann man die Regierungstruppen nicht als die Guten bezeichnen. Sie plündern genauso die Flüchtlinge und verfolgen nur wenig heere Ziele.

