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8.9.2010 : 19:40 : +0200

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Greenpeace fordert Schutzzonen für Wale

Vor dem dieses Jahr wieder stattfindenden IWS-Treffen macht sich Greenpeace erneut für die Errichtung einer Walschutzzone im Südatlantik stark und fordert insbesondere Dänemark auf diese mit zu unterschreiben.

Eigentlich ist sich die breite Weltöffentlichkeit einig: Walfang ist ein Übel, das dringend gestoppt gehört. Die Walpopulation ist deutlich zurückgegangen und die Wissenschaft hat es sogar erwiesen, dass der Verzehr von Walfleisch ungesund ist (u.a. erhöhte Quecksilberwerte). Nur die Traditionen mancher Länder, sowie die Arbeit für einen langfrisitg sowieso nicht lukrativen Geschäftszweig sprechen gegen den Schutz der Wale. "Zu vernächlässigende Kleinigkeiten, die es nicht rechtfertigen das größte Lebewesen unseres Planeten auszurotten" mag man denken. Doch sieht die Realität anders aus.

Insbesondere Japan fordert seit Jahren die Wiederaufnahme des Walfangs und erkauft sich dafür Stimmen insbesondere von Inselstaaten. Diese erhalten von Japan nur wirtschaftliche Förderung wenn sie für den Walfang stimmen.

Leider haben sich auch nordeuropäische Staaten wieder auf die Seite Japans gestellt. In erster Linie sind dies Dänemark und Norwegen. Das Schlimme ist, dass Dänemark dem eigentlich nicht zustimmen dürfte, da der dänische Umweltminister die Konvention zum Schutz weitwandernder Arten, zu denen auch die Wale gehören, unterzeichnet. Derzeit versucht er sich aus der Verantwortung zu ziehen, da die IWS-Abstimmung nicht seine Sache sei, sondern die des Außenministeriums.

Wir geben Greenpeace Recht und sagen, dass er dann zumindest versuchen müßte seinen Außenminister umzustimmen. Da er auf die Anfragen von Greenpeace nicht reagiert, sollen ihm nun Emails geschickt werden, um seine Stimme zu gewinnen. Wenn auch Sie sich daran beteiligen möchten, können Sie folgenden Link nutzen:

<http://newsletter.greenpeace.de/d/r/2627>

Auch Island ist für den Walkampf. Hier hat sich aber zumindest in den köpfen etwas geändert. So fordert jüngst sogar die isländische Wirtschaft den Rückzug aus dem Walfanggeschäft. Dieser würde dem Ansehen des Landes so sehr schaden, dass die gesamte Wirtschaft des Landes dadurch Nachteile erhalte.

Greenpeace veröffentlicht außerdem eine Liste von Staaten, die von Japan bestochen wurden. Diese sind:

Benin, Gabun, Guinea, Marokko, Mongolei, Palau, Panama, Portugal, San Marino, Solomonen, Kiribati, Tuvalu, Mali, Surinam, Cote d´Ivoire, Antigua und Barbuda, Dominica, Grenada, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und Grenadinen

08.04.2008 12:28 Alter: 2 Jahre