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Guatemala: Reisen wegen schlechter Sicherheitslage abgesagt - Studiosus - Stand: 8. April 2009
Die gewalttätigen Proteste in Guatemala City vom 24. März haben erneut gezeigt, wie angespannt die innenpolitische Lage in weiten Teilen des Landes ist. Auslöser für die jüngsten Unruhen war eine seit Monaten anhaltende Serie von Mordanschlägen gegen im Liniendienst tätige Busfahrer in der Hauptstadt. Als Ursache für diese Mordserie werden Schutzgelderpressungen durch Jugendbanden vermutet. Rund um diese Ereignisse erwog der Staatspräsident kurzfristig sogar die Verhängung des Ausnahmezustands.
Die Situation in Guatemala City hat sich zwar in der Zwischenzeit oberflächlich wieder beruhigt. Internationale Beobachter befürchten jedoch aufgrund mehrerer Faktoren eine weitere Verschlechterung der Sicherheitslage im gesamten Land. Zu diesen Faktoren zählen eine landesweit anhaltend hohe Gewaltkriminalität, die Aktivität von bewaffneten Jugendbanden, die Präsenz nationaler und internationaler Drogenkartelle in vielen Regionen und zunehmende politische und soziale Spannungen.
In seinem letztmalig am 31. März aktualisierten Sicherheitshinweis weist auch das Auswärtige Amt sehr deutlich auf die Verschlechterung der allgemeinen Sicherheitslage im Land hin. Wörtlich schreibt das Amt:
„Die Lage in Guatemala- Stadt hat sich nach einer Serie von Mordanschlägen gegen Busfahrer, die von Protestblockaden gefolgt waren, wieder beruhigt. Es herrscht angespannte Ruhe. Besucher sollten insbesondere die Verkehrslage aufmerksam beobachten.
Die allgemeine Sicherheitslage verschlechtert sich im gesamten Land. Daher wird empfohlen, bei allen Reisen innerhalb Guatemalas erhöhte Sicherheitserwägungen ... anzustellen. In den nächsten Wochen muss überall im Land auch mit unerwarteten gewaltsamen Auseinandersetzungen gerechnet werden. Dabei können unbeteiligte Besucher Schaden nehmen. Reisenden wird entsprechend vorsichtiges Verhalten angeraten ...
Bei Reisen nach Guatemala ist erhöhte Vorsicht geboten. Guatemala hat eine der höchsten Kriminalitätsraten in Lateinamerika. Vor allem im Stadtgebiet von Guatemala-Stadt aber auch im Landesinneren kommt es täglich zu bewaffneten UEberfällen, deren Opfer häufig auch Touristen sind. Die Hemmschwelle zum Einsatz exzessiver Gewalt ist sehr niedrig“
Derzeit reisen keine Gäste von uns in Guatemala. Die nächsten Reisen sind wieder ab Anfang August vorgesehen.
Zum Schutz unserer Gäste hatten wir bereits in den letzten Jahren in enger Abstimmung mit unseren guatemaltekischen Leistungspartnern umfassende Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Vor dem Hintergrund einer weiteren Verschlechterung der Sicherheitslage sehen wir diese Maßnahmen jedoch nicht mehr als ausreichend an.
Nach sorgfältiger Abwägung der aktuellen Situation sehen wir uns daher gezwungen, alle im Jahr 2009 geplanten Mittelamerika-Reisen, bei denen ein Aufenthalt in Guatemala vorgesehen ist, abzusagen. Wir werden alle betroffenen Gäste umgehend informieren und ihnen attraktive Alternativreisen insbesondere in Mittelamerika und Mexiko anbieten.
Wir werden die weitere Entwicklung der Sicherheitslage in Guatemala sehr aufmerksam verfolgen. Erst im Falle einer nachhaltigen Verbesserung werden wir die Wiederaufnahme von Guatemala-Reisen erneut prüfen.
Ihr Studiosus-Sicherheitsmanagement
Studiosus Reisen München GmbH
Riesstr. 25, 80992 München
HR München B 40171
Geschäftsführer: Peter-Mario Kubsch
Anm: Die Nachricht bezieht sich nur auf Angebote von unserem Partner Studiosus

