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Nepal: Maoisten setzen Generalstreik fort - Studiosus - Stand: 4. Mai 2010
Das öffentliche Leben in Nepal, insbesondere in der Hauptstadt Kathmandu, ist aufgrund eines Generalstreiks der Maoisten weitgehend lahmgelegt. Die Proteste verliefen bisher zwar friedlich, alle öffentlichen Einrichtungen und viele Geschäfte sind jedoch seit dem 2. Mai geschlossen. Der Verkehr in der Hauptstadt kam weitgehend zum Erliegen. Da die politischen Fronten verhärtet sind, ist eine schnelle Einigung und ein Ende des Streiks nicht in Sicht. Am 2. Mai waren Gespräche rund um die Bildung einer breiten Koalitionsregierung unter Einbeziehung der in der Vereinigten Kommunistischen Partei Nepals organisierten ehemaligen maoistischen Rebellen ergebnislos abgebrochen worden. Nachdem sich der amtierende Ministerpräsident Madhav Kumar Nepal nicht zum Rücktritt bereit erklärt hatte, hatten die Maoisten zum unbegrenzten Generalstreik aufgerufen.
In Reaktion auf die momentane Situation hat das Auswärtige Amt am 3. Mai seinen Sicherheitshinweis zu Nepal erneut aktualisiert. Wörtlich schreibt das Amt:
"Im Anschluss an die weitgehend friedlichen Demonstrationen am 1. Mai setzen die Maoisten einen unbefristeten Generalstreik mit Fahrverbot durch. Die Bewegungsfreiheit, insbesondere im Kathmandu-Tal, ist dadurch erheblich eingeschränkt. Läden (auch für Trinkwasser) und auch die Notaufnahmen von Krankenhäusern sind fast dauerhaft geschlossen. Es ist nicht auszuschließen, dass es zu heftigen Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten kommen kann. ...... Obwohl sich Anschläge und Protestaktionen bisher nicht gegen Ausländer und Touristen richteten, sind Reisende in Nepal besonderen Unwägbarkeiten ausgesetzt. Die Lage bleibt weiterhin instabil. Unruhen sind zu keiner Zeit auszuschließen.
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Grundsätzlich muss in Nepal jederzeit mit „Bandhs“ (Zwangsstreiks jedweder Art), auch im Kathmandu-Tal, und Blockaden/Straßensperren sowie Bombenanschlägen gerechnet werden, die kurzfristig ausgerufen bzw. organisiert und manchmal auch gewaltsam durchgesetzt werden. Letzteres gilt auch für sog. Transportstreiks. Nach den bisherigen Erfahrungen können diese Protestaktionen das öffentliche Leben empfindlich stören bzw. lähmen und zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Gefahr für Leib und Leben führen. Straßen - auch Hauptverkehrsstraßen - werden häufig tagelang u.a. mit brennenden Reifen blockiert und sind damit unpassierbar, touristische Ziele bzw. Flughäfen können nur mit großen Zeitverzögerungen erreicht werden.“
Derzeit reisen Gäste von uns in Nepal. Sie sind alle wohlauf, das in den letzten Tagen vorgesehene Reiseprogramm im Kathmandu-Tal konnte mit geringfügigen Abweichungen wie vorgesehen durchgeführt werden. Am 4. Mai hat die Gruppe Kathmandu planmäßig in Richtung Bandipur verlassen.
Weitere Nepal-Reisen beginnen aus saisonalen Gründen erst wieder ab der zweiten Juli-Hälfte.
Wir stehen in engem Kontakt mit dem Reiseleiter der Gruppe und unseren nepalesischen Leistungspartnern und verfolgen die Entwicklung sehr aufmerksam. Um mögliche Beeinträchtigungen und Gefährdungen auszuschließen, werden wir auch in den nächsten Tagen bei Bedarf kurzfristige Programmänderungen vornehmen. Grundsätzlich sind Reiseleiter und Leistungspartner im gesamten Land zu besonders hoher Wachsamkeit aufgerufen. Alle Demonstrationen und Protestversammlungen meiden wir weiträumig.
Alle unsere Nepal-Gäste erhalten den jeweils aktuellen Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes bei Buchung und mit den Reiseunterlagen. Sie sind somit über die seit langem schwierige innenpolitische Lage umfassend informiert.
Unabhängig von diesem Generalstreik bieten wir allen unseren Nepal-Gästen im Jahr 2010 ein Recht auf kostenlose Umbuchung ihrer Reise bis vier Wochen vor Abreise.
Mit freundlichen Grüssen
Studiosus Reisen München GmbH
Riesstr. 25, 80992 München
HR München B 40171
Geschäftsführer: Peter-Mario Kubsch
Anm: Die Nachricht bezieht sich nur auf Angebote von unserem Partner Studiosus

